Viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr - am besten mit Selbstfürsorge und ohne Querkopf-"Denker"
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05.01.2021, 08:12 Uhr
Impfabläufe verbessern? Ja! - Impfchaos? Nein!

Es gibt Diskussionen, Kritik, Gerüchte. Unser MdB Kai Whittaker klärt auf:

(Achtung! Es folgt ein sehr langer, aber ausführlicher Text. Lesen lohnt sich.)

1. Die Impfstrategie ist, zuerst die Ältesten Mitbürger zu impfen und das medizinische Personal. Der Grund dafür ist, dass die meisten Todesfälle und die meisten Intensivfälle aus den älteren Kohorten stammen. Sprich: Wenn wir diese Gruppen bis Ende Januar geimpft haben, sollten sowohl die Todeszahlen sinken als auch die belegten Intensivbetten wieder frei werden. Damit verliert die Pandemie einen Teil ihres Schreckens.

2. Die Besorgung für den Impfstoff war ganz bewusst als Lehre aus dem Maskenwettlauf und den Grenzschließungen auf die EU übertragen worden. Zum einen, weil gerade die anderen, kleineren Länder auf Deutschland schauen, wie wir uns als größtes und reichstes Land verhalten. Einige Länder wie z.B. Kroatien warten im Normalfall bis zu fünf Jahre, um an die gleichen modernen Medikamente zu kommen wie wir. Zum anderen, weil wir die Pandemie doch erst dann hinter uns haben, wenn ganz Europa geimpft wurde.

3. Bei der Bestellmenge des Impfstoffes ist die Sache etwas komplizierter. Die EU hat 2 Mrd. Impfdosen bei 6 Herstellern bestellt, obwohl wir nur 450 Mio. Bürger haben. Damit haben wir Risikostreuung betrieben. Die EU setzt im Wesentlichen auf zwei Impfstoffe: Der von BionTech und der von AstraZeneca. Die Prio lag bei AstraZeneca, weil im Sommer es so aussah, dass dieser Impfstoff früher genehmigt wird als BionTech. Weil eine Studie von AstraZeneca allerdings nachgearbeitet werden musste, war BionTech schneller. Zwar haben wir als EU noch mal BionTech Impfstoff nachbestellt. Aber BionTech hat zwei wesentliche Nachteile: A) Er ist deutlich komplizierter zu lagern (bei -70°C) während AstraZeneca von jedem Hausarzt verimpft werden kann. B) BionTech ist 15 mal teurer als AstraZeneca, was insbesondere die osteuropäischen Länder mit Blick auf die Finanzen kritisieren. Zu bedenken ist, dass zum Zeitpunkt der Bestellung und auch heute nicht ganz klar ist, wie lange die Impfung schützt und ob sie nur vor der Ansteckung schützt oder auch die Übertragung unterbindet.

4. Bei der Produktionsmenge des Impfstoffes muss man bedenken, dass alle Produktionskapazitäten der Firmen ausgenutzt werden. Die Firmen arbeiten unter Hochdruck daran, weitere Kapazitäten aufzubauen, z.T. mit Finanzhilfen der EU. Aber ein Impfstoff ist ein medizinisches Produkt (übrigens ein technisch komplett neuartiges), was nicht einfach zusammengemischt werden kann.

5. Bei der Terminvergabe gibt es tatsächlich ein Problem. Die Länder konnten sich nicht auf ein einheitliches Verfahren einigen. Daher läuft es in einigen Ländern schleppend, in anderen besser. Der Flaschenhals ist, dass die Länder nicht mehr Termine vergeben, als sie Impfdosen haben. Sobald mehr Impfstoff im Laufe des Januars da ist, wird eher das zur Verfügung stehende medizinische Personal ein Engpass werden.

6. Sonstige „Folklore“-Themen:

A) In einer Impfflasche kann man normalerweise 5 Dosen ziehen. Allerdings sind diese aus Sicherheitsgründen etwas voller, sodass eine 6. Dose gezogen werden kann. Das wird seit heute offiziell erlaubt und wird seit Tagen praktiziert.

B) Nur weil wir impfen, heißt es nicht, dass wir den Lockdown beenden können. Auch Länder, die früher angefangen haben und weiter sind mit dem Impfen, sind nach wie vor im Lockdown. Insbesondere die neue Mutation, die sich deutlich schneller überträgt, macht deutlich, dass Impfgrad und Lockdown nichts miteinander zu tun haben. Aus dem gleichen Grund muss man auch als Geimpfter sich an die AHA-Regeln halten.

C) Die Kritik ist derzeit politisch motiviert. SPD und FDP versuchen, ihr Aufmerksamkeitsdefizit dadurch zu lindern. Das ist ein erster Vorgeschmack auf das, was bei der Landtagswahl und Bundestagswahl bevorsteht: alle gegen uns. Insofern sollten wir uns rüsten. Ich bleibe davon überzeugt, dass die Leute von uns erwarten, dass wir unseren Job tun und nicht wie die SPD es macht die eigene Politik torpediert.

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